„beim konzeptieren und kuratieren von ausstellungen/symposien
beschäftige ich mich verstärkt mit dem umgang von raum.
was mir in der malerei farbwerte und formen sind, sind mir dabei die
arbeiten der kollegen, die kollegen selbst, der raum, der zeitraum,
der einsatz von essen und trinken, die gruppendynamischen und sozialen
aspekte.“
flächen bewirtschaften
projekt für bildende kunst und improvisationstheater
‹bilder›
„ich komme aus einer landwirtschaft –
aus einer landwirtschaft im marchfeld. große, sehr ebene flächen
von meinem vater und grossvater mit maschinen bearbeitet, begleiteten
meine kindheit und jugend.
die weite des marchfeldes, die gerechte teilung der landschaft in
180° erde und 180° himmel, die farbigkeiten von erde, von
vegetation in frischem neuen grün, reifen oder abgetrockneten
tönen, haben mich sehr geprägt.
beim mithelfen am feld habe ich erste erfahrungen gemacht, sich ein
„format zu erobern“: eine tätigkeit immer wieder
zu machen und sich meter für meter über die große
fläche zu bewegen.
flächen bewirtschaften war ein projekt
wo ich diese erfahrungen bewusst mit meiner gegenwart als bildende
künstlerin verband. es ging mir um die wahrnehmung der großen
fläche. künstlerische großen flächen inmitten
landwirtschaftlichen (großen) flächen.
es ging darum, seine eigenen grenzen und gewohnheiten zu sprengen
(oder zumindest zu überdenken, wahrzunehmen).“
die werke der meisten der teilnehmenden künstler sind normalerweise
klein- oder mittelformatig. bei diesem projekt waren arbeiten mit
einem (mindest-)maß von 200 x 200 cm angestrebt. das „sich
übernehmen“ war somit genau so konzept wie die tatsache,
dass eine neue herausforderung vieles gutes bringen kann.
in einer 600 m2 großen lagerhalle für erdäpfel, die
der landwirt erich redl extra für flächen
bewirtschaften 3 wochen verfügung stellte, waren die eingeladenen
künstler aus dem weinviertel und aus dem nichtweinviertel tätig.
dieses symposion fand im rahmen des weinviertelfestivals
2004 in rutzendorf im marchfeld statt.
die schlusspräsentation war in der gleichen halle im august 2004.
mittlerweile gibt es ein dokumentationsplakat zu diesem projekt, dieses
wurde 2005 in der passagegalerie des künstlerhauses präsentiert.
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